Sonntag, 24. August 2014

Von der Dom v Tamarju nach Trenta

Heute morgen begrüßt uns blauer Himmel.

Nach dem Frühstück geht es hoch zum Grlo Sattel, ein steiler Anstieg, der aber gut markiert ist.

Weiter führt uns unser Weg zum Vrsic Pass.


Außer Hunderten von Touristen erwartet uns hier auch ein Mittagsregen und ein Mittagessen (lecker Szegediner Gulasch). Unsere beziehungsweise Christof Herrmann's Routenplanung zerschlägt sich, als wir uns nach der Strecke zur Pogacnikov Dom erkundigen: mittelschwerer Klettersteig im Razor-Gebiet und ein beinahe senkrechtes Schneefeld mit 500 Meter Sturztiefe. Daher planen wir spontan um und beschließen, nach Trenta abzusteigen.
Bei leichtem Regen gehen wir den einfachen Wandersteig hinunter zur Soca-Quelle.

Am Bilderbuchflussbett der Soca entlang gehen wir weiter nach Trenta. 

Leider gastieren hier ab heute eine Woche lang die Wiener Philharmoniker, so dass wirklich jedes Bett in der Umgebung vermietet ist. Wir kommen auf einem Bauernhof unter, der seine Gerätescheune mit einer Dusche und einem zugigen Matratzenlager ausgestattet hat.



Zum Abendessen hat der Hausherr uns Reh versprochen und wenn wir wollen, steckt seine Frau uns eine Maschine Wäsche ein. Klasse!

Samstag, 23. August 2014

Von der Rifugio Zacchi zur Dom v Tamarju

Das Frühstück um 7:30 Uhr haben wir zusätzlich genutzt, um aus der 1:25000 Karte uns noch UTM Koordinaten der anstehenden Überquerung rauszusuchen und aufs Garmin zu übertragen.

Zuerst führt uns unser Weg auf sehr gut markiertem Weg bis zur Porticina Ponza, dem niedrigeren Übergang ohne Klettereinlage.

Ab dem Grat ist dann leider der Weg kaum bis gar nicht markiert. Es geht steil abwärts, ist rutschig und im Geröll bröckelig. 
Als wir Handyempfang haben, erreicht mich eine Warnung von Claudius, der von diesem Abstieg aus seiner Erfahrung vom Vorabend dringend abrät. Zu spät.

Wider Erwarten kommen wir heil unten an. Claudius und Rolf haben auf der Hütte auf uns gewartet. Nach einer Portion Cevapcici beschließen wir,  erstmal nicht zu beschließen, ob wir weiter gehen.
Nach einem Radler und weiterem Sintflutregen draußen reift die nicht-Entscheidung langsam zur Entscheidung: wir bleiben heute hier!


Von Tarvisio zur Rifugio Zacchi

Wer sagt, in Italien gibt es guten Kaffee? Am Frühstücksbüffet jedenfalls Gans grausigen Instant Kaffee!
Nach dem Frühstück Packen wir unser Zeug und warten noch 20 Minuten auf Claudius und Rolf. Als die beiden nicht auftauchen gehen wir los, wir gehen ja davon aus, dass wir sie spätestens am Etappenziel wieder sehen.

Der Weg führt uns heute den ganzen Tag auf dem Alpe Adria Trail entlang, zuerst oberhalb von Tarvisio bis nach Coccau und hinunter in die Slizza Schlucht.

Von dort gehts über San Antonio zur Trasse der alten Kronprinz Rudolf Bahn, auf der heute Mountainbiker, Rennradler, Langläufe und wir Fernwanderer unterwegs sind.

Über Aclete steigen wir zu den Weissenfelser Seen auf.

Von einem vollen Parkplatz mit mehreren Imbissbuden aus nehmen wir die letzten 400 Höhenmeter für heute in Angriff. Das Rifugio Zacchi liegt am Fuß einer Felswand, von der man nicht glauben kann, dass unser Weg uns morgen durchführen wird.


Wir kommen unter im Lager der Hütte, leider sind Claudius und Rolf nicht da, wahrscheinlich sind sie bereits heute ins Planica Tal weitergegangen. Gute Zeit Euch beiden auf diesem Wege!

Donnerstag, 21. August 2014

Von der Egger Alm nach Tarvisio

Sehr gut ausgeschlafen gibts um 7:30 Uhr Frühstück.
Gegen Viertel nach 8 kommen wir los, zuerst weiter auf der Fahrstrasse zur Dellacher Alm.

Der Anstieg zur Görtschacher Alm geht zum Teil über Forstwege und zum Teil auf winzigen Waldwegen über den karnischen Höhenzug. Das Wetter ist super: sonnig und nicht zu heiß !

Auf dem Rücken unterhalb des Starhand Gipfels erreichen wir die höchste Stelle des Tages (1870 m), von hier gehts bergab zum Gassthaus Starhand wo wir Mittag machen.


Wir gehen den ganzen Tag zu viert mit Claudius und Rolf, zunächst steigts zur Freistitzer Alm, wo wir einen schönen Blick ins Drautal haben.

Über die kleine Kirche Maria Schnee geht es zur Achomitzer Alm.

Hier sagen wir den Österreichern 'Servus' ab jetzt führt unser Weg durch Italien und Slowenien.

Der Abstieg führt steil hinab in das Bartolo Tal, das felsig und steil den karnischen Höhenzug durchschneidet.

Im Tal gehen wir dann noch die wenigen Kilometer bis Tarvisio, wo wir im Hotel Raibl unterkommen.



Von Weissbriach zur Egger Alm

Im Hotel gibts um 7:30 Uhr Frühstück. Der erste Wegabschnitt führt durch das landwirtschaftlich geprägte Gitschtal.


Der Weg führt eben und oft asphaltiert durch Wiesen und am Gösseringgraben entlang.

In Hermagor lasse ich im Fotogeschäft meine Objektive kurz reinigen. Danach gibts eine ausgiebige Mittagspause im Strassencafe.

Unser Weg führt uns über die Gail zum Eingang der Garnitzenklamm. Leider fängt es wieder an zu regnen, so dass wir den Aufstieg wieder in Regenklamotten gehen und damit auch von innen gut nass werden.

Der Aufstieg führt teils auf der Straße, teils steil im Gelände zur Egger Alm.
Oben angekommen treffen wir am Ersten Aussichtspunkt zwei Wanderer, die ebenfalls auf dem Weg nach Triest sind. Rolf und Claudius empfehlen uns den Gasthof 'Rudi' wo wir in einer schnuckeligen Kammer unterkommen. Die Eggeralm ist wie aus einem Astrid Lindgren Roman: Holzhäuser auf einer grünen Wiese ohne Zäune und Wege, dazwischen grasen Kühe.



Dienstag, 19. August 2014

Von der Feldner Hütte nach Weissbriach

Nach reiflicher Diskussion haben wir unsere Frühstückszeit auf 6:30 Uhr festgelegt. Was für ein Kontrast zu gestern: Bruno der Wirt legt Wert darauf, dass es Frühstück nur BIS 7:30 Uhr gibt. Sein selbstgebackenes Brot mit Kernen und Nüssen drin ist super und reichhaltig.
Um 7:30 Uhr geht dann die Tagesetappe früh los.

Das Wetter ist meist bedeckt aber reißt immer mal wieder kurz auf. Der erste Abschnitt führt uns höhenerhaltend über den Heinrich Hecht Weg gen Osten und dann auf der Höhe das Gnoppnitz Tal bis zum Gnoppnitz Törl.

Zwischendurch fängt es an zu nieseln und es ist s**kalt, so dass wir immer mit Handschuhen und oft mit Regenjacke laufen.

Vom Gnoppnitz Törl geht es am Skilift hinab zwischen Modellflugzeugen hindurch zum Alpengasthof Gaugen, wo wir uns Marillenkuchen und Kaffee  zu Mittag genehmigen.

Der Abstieg nach Greifenburg ist steil und von Schneebruch/Windbruch teilweise beinahe unpassierbar.

In Greifenburg füllen wir im Billa unsere Vorräte auf und kaufen uns ein Vesper, das wir auf einer Bank verzehren. Da es erst halb drei ist, beschließen wir nach der Plünderung eines Bankautomaten die Route bis Weissbriach weiterzugehen.

Der erste Aufstieg zur Gasser Speckalm ist stickig, heiß und steil. Oben angekommen tropfen wir und fragen uns Kopfschüttelnd ob unsere Frieranfälle wirklich erst heute Vormittag waren.

Der weitere Anstieg zu der Pfarreneben ist nicht weniger steil und zusätzlich von Kühen, Mountain Bikes und Waldmaschinen durchgepflügt.

Der Weg nach Weissbriach führt dann am Gösseringgraben entlang sacht abfallend.

Apropos: unsere Beine fallen uns nach den 33 Kilometern auch beinahe ab. Daher quartieren wir uns im ersten gut aussehenden Hotel ein, dem 'Löffele'. Die heiße Dusche und das gute Abendessen beleben uns wieder...

Von der Hugo Gerbers zur Feldner Hütte

Abends im winzigen Gastraum wars brechend voll, denn die Hütte wär voll belegt. Recht spät kommt noch Josepha mit einem. Bekannten auf der Hütte an. Wir hatten sie bereits auf dem Neubau kennengelernt, wo sie ausgeholfen hat, ab heute hilft sie noch eine Woche hier aus. Zum Abendessen Gans Chilli für die Meute  und dann noch tolle Wolkenformationen.

Trotz voller Hütte konnten wir gut schlafen, die Wirtin und der Wirt legen wert darauf, dass es erst um 7:30 Uhr Frühstück gibt, also dann halb Acht. Es gibt frisch gebackenes Brot, das sehr lecker ist, aber leider kommt der Nachschub für die Meute sehr langsam, so dass manche ohne Kaffee und andere ohne Brot, Butter oder Messer da sitzen. Sehr familiär, so wie das gesamte Leben auf der Hütte sehr minimalistisch ist (Zum Waschen gehts 100m an die Quelle). 

Um kurz nach 9 gehen wir als letzte von drei Gruppen los. Der Kreuzeckhöhenweg Höhenweg führt über beeindruckende Grate zwischen den Gipfeln der Gruppe. Nach Norden haben wir dabei gute Sicht, von Süden zieht es aber zu.



Teilweise ist der Weg eine arge Kraxelei, bei Regen ist der Weg nicht ungefährlich.

Der Gipfel des Hochkreuzes hüllt sich in Wolken, als wir aufsteigen. Mal wieder ein Gipfel ohne Aussicht :-(

Da wir schon um 14:30 Uhr auf der Feldner Hütte sind, überlegen wir zum Alpengasthof Gaugen weiterzugehen. Der Wirt schätzt den Weg auf 5 Stunden ein, das überzeugt uns, heute hierzubleiben.

Bruno, der Wirt ist Wahlkärtner mit Berliner Dialekt. Sein Essen ist sehr gut und der Abend mit ihm am Tisch wird noch ein wenig länger...

Sonntag, 17. August 2014

Von Stall auf die Hugo Gerbers Hütte

Nach einem ausgiebigen Frühstück dürfen wir uns am Büffet auch noch Vesper richten, denn der Sonntag beraubt uns der Möglichkeit, unsere Vorräte im Geschäft aufzufüllen.

Die ersten knapp 9 Kilometer gehen wir den Tauernradweg nach Lamnitz. Entgegen Christofs Vorschlag gehen wir dann nicht den Lamnitzgraben hoch sondern steigen den alternativen Weg über die Rosseckalm auf.

Den ganzen Aufstieg begleiten uns Hunderte verschiedener Pilzarten, die in diesem eher feuchten August aus dem Boden schießen.

Wunderschön gelegen unter dem Höhenzug liegt der Gippersee, an dem die höchsten Almen wie auf Ansichtskarten liegen.

Ein steiler Aufstieg führt uns dann zum Klingentörl, wo wir auf einem schmalen Kamm auf den Kreuzeckhöhenweg stoßen. Das Hinweisschild auf dem Kamm mit Pfeilen in DREI Richtungen löst Erstaunen aus.
Vom Klingentörl haben wir einen herrlichen Blick zurück auf die Goldberggruppe und nach vorne auf die karnischen und bis in die julischen Alpen.


Der Höhenweg führt uns in einer letzten Gehstunde zur Hugo Gerbers Hütte, die bereits recht voll ist, die aber noch zwei Plätze im Lager für uns hat.